Stiftung

Zweck der Stiftung

Zweck der Stiftung ist es, im Bereich des Heikendorfer Fördeufers

  • den Natur- und Landschaftsschutz zu fördern,
  • das Landschaftsbild mit seinen geologischen und kulturhistorischen Merkmalen zu erhalten und ggf. wiederherzustellen,
  • die noch erhaltenen öffentlichen Freiflächen für die Allgemeinheit zu erhalten und zugänglich zu machen,
  • Grundstücke, die für den Natur- und Landschaftsschutz von besonderer Bedeutung sind, zu erwerben oder anzupachten ,
  • diese Flächen ökologisch und kulturhistorisch zu entwickeln,
  • Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung von Naturerlebnisräumen durchzuführen sowie
  • zur Erhaltung und Entwicklung der heimischen Artenvielfalt in Fauna und Flora beizutragen.

Geschichte der Bürgerstiftung Fördeufer Heikendorf


Die Idee, die öffentlichen Freiflächen an der Förde naturschutzrechtlich und kulturgeschichtlich zu schützen und nicht zu privatisieren, entstand 2005 im Zusammenwirken von Heikendorfer Bürgerinnen und Bürgern mit Alt-Bürgermeister und Ehrenbürger Herbert Sätje. Die Gemeinde hatte unter seiner Federführung in den 1970er Jahren die Seeblickgrundstücke von privat für die Gemeinde erworben, um sie später dem Gemeinwohl dienenden Zwecken zuzuführen.

Die Wiederprivatisierung der Seeblick-Grundstücke und ihre anschließende Bebauung waren der konkrete Anlass, die „Bürgerinitiative Seeblick Möltenort“ zu gründen.
Seither hat die damals entstandene Gruppe das kommunalpolitische Geschehen kritisch begleitet und jede Initiative zum Schutz der öffentlichen Fördelandschaft unterstützt, z.B. die Restaurierung der Gaststätte Kiek Ut 2014/15, das Bürgerbegehren zur Rettung der Schlosskoppel vor einer Bebauung 2015/16 und hat schließlich den Aufbau der Bürgerstiftung Fördeufer Heikendorf bis zu ihrer Gründung organisiert.

Die Bürgerstiftung Fördeufer Heikendorf sieht sich als Element einer selbstbestimmten Bürgergesellschaft und gleichzeitig als Unterstützerin und Partnerin der Gemeinde Heikendorf.

Ein wichtiges Projekt ist die Schlosskoppel, das größte noch unbebaute Gelände im Heikendorfer Küstenbereich. Dass sie noch unbebaut ist, verdankt sie einem historischen Zufall.

Von 1927 bis 1989 war sie Versuchsfeld der Biologischen Reichs-, später Bundesanstalt. Seitdem ist sie zwecks Heuproduktion verpachtet, wird von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verwaltet und ist begehrtes Objekt vieler Spekulanten.

2015 beschloss die Gemeindevertretung Heikendorf ein Bauleitverfahren für die Schlosskoppel. Dagegen wandte sich ein erfolgreiches Bürgerbegehren 2015/16, mit dem Ergebnis, dass die Gemeinde das Bauleitverfahren wieder einstellte und die Gründung einer Stiftung empfahl.Dieser Empfehlung sind die Bürgerinnen und Bürger der Initiative mit Erfolg nachgegangen und haben gleichzeitig die Erklärung der Schlosskoppel einschließlich Steilufer und Redder zum geschützten Landschaftsbestandteil bis zu einem Satzungsentwurf vorangebracht.
Seit dem 08.Oktober 2024 liegt nun die Stiftungsurkunde des Innenministeriums Schleswig-Holstein vor.